Theater

… Ohne das fremde wäre es nie geschehen. Ohne das feindliche wäre es nie irgendwohin gekommen. Das und das und das würde perfekt fungieren, aber ohne spannung, ohne kraft, ohne seine einzelnen teile, seine regeln aufs spiel zu setzen. Ohne vorstöße. Ohne verwirrung. Ohne fehler und seitensprünge, fallen und möglickeiten. Was sein bekam würde niemals wesen bekommen, wenn nicht das wesensverschiedene existierte und aus seinem überschuß den tod so langsam  verteilte, daß er leben ähnelte. So anders jetzt, da es bloß ähnelt. So verwandelt. …

Inger Christensen: det / das (1969), Prologos, S. 11, 12; aus dem Dänischen von Hanns Grössel; Kleinheinrich, 2002, Münster



Generalprobe: Hoffnung Glaube Liebe

english version below

Ein Film-Theater-Abend mit zwei Theater-Teilen und drei Kurzfilmen, 2006/07
Textfassungen, Regie, Produktion: Claus Worenski

Premiere: 15.11.2006, Brotfabrik, Berlin
Weitere Vorstellungen: Theaterdiscounter Berlin, Reihe ‚Rohstoffe‘ und 100°-Festival 2007

Die Theaterproduktion wurde gefördert vom Kulturamt Pankow.

Textvorlage für die Theaterteile war der Lyrikzyklus ‚det/das‘ von Inger Christensen, aus dem Dänischen von Hanns Grössel. Kleinheinrich Verlag, Münster 2002.

(…) Das 1969 in Rom geschriebene Weltgedicht ‚det/das‘, das als Hauptwerk der dänischen Systemdichtung gilt, wirkt wie ein poetischer Schöpfungsbericht, der die Balance zwischen Sinnlichkeit und Abstraktion hält. Inspiriert von Chomskys Sprachtheorie und von den Naturwissenschaften kreist es um die Natur selbst, in der der Mensch nicht mehr im Mittelpunkt steht, sondern die Evolution (…) Es ging Inger Christensen ums Ganze. (…)

aus: Dorothea von Törne, Die Welt online, 06.01.2009

Textvorlage für die Filmteile waren zwei Erzählungen von Fjodor M. Dostojewskij: ‚Der Traum eines lächerlichen Menschen‘ und ‚Der Großinquisitor‘ aus dem Roman ‚Die Brüder Karamasow‘.

Wir sind die Liebenden. We want the world and we want it now!

aus dem Lyrikzyklus ‚det/das‘ von Inger Christensen


Zusammenschnitt der Theater-Teile

Montage aus zwei Inszenierungen im Theaterdiscounter Berlin:
in der Reihe ‚Rohstoffe‘ (2006) und auf dem 100°-Festival (2007).


Schauspieler Theaterteile

Inszenierung Brotfabrik und 100°-Festival:Stefanie Roße,
Annette Höpfner, Simon Gläsner, Claus Worenski

Inszenierung Theaterdiscounter, Reihe ‚Rohstoffe‘: Stefanie Roße, Isabell Raspe, Marcus Staab Poncet, Claus Worenski

Regieassistenz: Jasmin Schöler
Licht/Ton: Stephan Bauske
Bühne: Caus Worenski
Kostüm: Claus Worenski, Jasmin Schöler

Textfassungen, Regie, Produktion: Claus Worenski

Mit Dank für die Unterstützung von Mathias Horn und Stefan Wolf/ORPHTHEATER, Uwe Schmieder, Antje Görner, Eckart Seilacher, Florian Gradmann.



english version

Dress rehersal: Hope Faith Love

A film-theatre-performance with two theatre parts and three short movies: the short movie-triology HOFFNUNG GLAUBE LIEBE (HOPE FAITH LOVE).

We are the Lovers. We want the world and we want it now!

from the lyric circle ‚det/das‘ (‚it‘) by Inger Christensen

Performed 2006/07 in Theaterdiscounter Berlin, Brotfabrik Berlin,
100°-Festival Berlin.

The text version of the theatre parts is based on the lyric circle
‚det/das‘ (‚it‘) by Inger Christensen.

The theatre production was promoted by Kulturamt Pankow/Berlin.

The theatre-performance is available only in german language.